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Ideenwettbewerb zu Gebäuden und Quartieren der Zukunft

Allgemein, Energiewende, Klimaschutz, Umwelt

Heute gehen die „Berliner Energietage“ zu Ende, die an den letzten drei Tagen die vielfältigen Aspekte für die erfolgreiche Gestaltung der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele 2050 beleuchtet haben. Außerdem wurde eine neue Förderinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vorgestellt, von der auch Kommunen profitieren können.

Unter dem Titel „EnEff.Gebäude.2050 – Innovative Vorhaben für den nahezu klimaneutralen Gebäudebestand 2050“ wurde ein zweiteiliger Wettbewerb ausgelobt. In Teil I werden innovative Konzepte für energetisch ambitionierte Gebäude und Quartiere – darunter Neubauten, Transformations- und Sanierungsvorhaben, Quartiere zum Wohnen und Arbeiten sowie Plusenergiekonzepte im Geschossbau prämiert. Sie sollen zeigen, wie mit verfügbaren, aber noch nicht am Markt etablierten Technologien und Geschäftsmodellen der Primärenergiebedarf gesenkt und nahezu klimaneutrale Gebäude und Quartiere in der Praxis umgesetzt werden können. „Sanierte oder neue Gebäude müssen heute einen Energiestandard aufweisen, der in gut drei Jahrzehnten noch aktuell ist. Darüber hinaus sollte die Gebäudehülle ressourcensparend für einen Zeitraum von mindestens 40, besser 60 Jahren geplant sein“, sagt Dr. Burkhard Schulze Darup, Architekt für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen. Nahezu klimaneutrale Gebäude und Quartiere müssen hocheffizient, klimagerecht, bezahlbar und lebenswert sein. Im Fokus des Ideenwettbewerbs Teil I stehen innovative Projekte mit Bezug zu aktuellen Forschungsergebnissen, die stellvertretend für eine breite Anwendung stehen. „Wir freuen uns auf anspruchsvolle, ökonomisch und ökologisch optimierte Ideen und Konzepte in hoher architektonischer Qualität, mit denen Deutschland die Herausforderungen der Energiewende für Gebäude und Quartiere gestalten kann“, sagt Barbara Ettinger-Brinckmann, Architektin, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer und Vorsitzende der Jury für Teil I des Ideenwettbewerbs.

In Teil II des Wettbewerbs sucht die Jury Konzepte für einen zukünftigen internationalen Energiewettbewerb für Gebäude und Quartiere. Dieser soll an die erfolgreichen Teilnahmen Deutschlands beim studentischen Wettbewerb „Solar Decathlon Europe“ anknüpfen und diesen unter dem Dach des „Energy in Buildings and Communities Programme (EBC)“ der Internationalen Energieagentur (IEA) weiterentwickeln. Bisher war das Wettbewerbsformat auf temporäre Einzelgebäude ausgelegt und soll mit diesem Ideenwettbewerb erweitert werden: „Wir suchen energetische Gesamtkonzepte für Quartiere, die das Zusammenspiel im System berücksichtigen, den Nutzer einbeziehen und damit einen breiten Experimentierraum für Energieinnovationen auf Quartiersebene schaffen. Dazu wollen wir das Wettbewerbsformat so gestalten, dass die Beiträge in ein nachhaltig und organisch in den Stadtraum integriertes, verstetigtes „Living Lab“ überführt werden“, sagt Professor Hans-Martin Henning vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und Vorsitzender der Jury für Teil II des Ideenwettbewerbs.

Das Preisgeld des Ideenwettbewerbs liegt insgesamt bei 280.000 Euro. Auf der Preisverleihung im November dieses Jahres wird die Jury die Gewinner des Wettbewerbs bekannt geben.

Konsortien aus Planern und Bauherren (Teil I) sowie Stadtverwaltungen und Hochschulen (Teil II) sind jetzt aufgefordert, bis zum 15. August 2017 (Teil I) beziehungsweise 15. September 2017 (Teil II) hochambitionierte Ideen und Konzepte einzureichen.

Eine Informationsveranstaltung zum Ideenwettbewerb Teil II (internationaler Energiewettbewerb für Gebäude und Quartiere) findet am 1. Juni 2017 in Berlin statt.